• Rondo Vocale
  • Sänger- und Orchesterverein Ebersberg 1842 e.V.
  • Surprise of voices
  • Slider Kammerchor
  • Chorvereinigung Haar
  • Schola Sankt Martin, Zorneding
  • CHORizont, Haar
  • Isarsingkreis, die Kärntner Boarischen, Haar
  • El Chor Azón, Haar
  •  Coro Azzalinga
  • Ottissimo e.V.
  • Slider TonArt
  • Ensemble di capello

Aktuelles / Startseite

Erfolgreiches Sommerkonzert des Chorverbands

Begeisterungsstürme beschließen Verbandskonzert

Der Chorverband Region Münchener Osten, im Jahr 1950 als „Sängerkreis Wasserburg-Inn“ unter dem organisatorischen Dach des Bayerischen Sängerbundes gegründet, hat seiner aktuellen Größe mit 22 Mitgliedschören sein „Epizentrum Ebersberg“ erweitert. Teile des Landkreises Rosenheim gehören ebenso dazu wie Ottobrunn und Haar aus dem Landkreis München. So war die Umbenennung des vormaligen Sängerkreises „Wasserburg-Ebersberg“ logische Folge. Geblieben sind die Titel der zwei Verbandskonzerte, die unter der Regie des neuen Chorleitergespanns mit Catherine und Oliver Grieshammer, alljährlich die Gemeinschaft der Chöre immer wieder zusammenbringt. „Es ist auch die Möglichkeit, kleineren Chören mit geringerem Repertoire und teils schwierigem organisatorischen Umfeld Auftrittsmöglichkeiten zu verschaffen“, erklärt Verbandsvorstand Eckhard Meißner (Zorneding), der den Verband auch im Präsidium des Sängerbundes vertritt.

So ist das weltliche Konzert unter dem zu dieser Jahreszeit mutigen Titel „A cappella Sommer-Cocktail“, mitten in den Frühling nach Haar ins wunderschöne Kleine Theater vergeben worden. Insgesamt sechs Chöre stellten sich dem Publikum im – inclusive Empore – voll besetzten Saal. Die Eröffnung übernahm der Neue Chor Anzing unter der Leitung von Andrej Artemenko mit zehn Variationen über Franz Schuberts „Die launige Forelle“, die von verschiedenen Komponisten aus unterschiedlichen Musikepochen thematisch aufgegriffen und von Franz Schöggl zusammengefasst wurden.

Neuer Chor Anzing

Stimmungs- und gefühlvoll waren die sechs kurzen Beiträge des Isarsingkreis, die Kärntner Boarischen aus Haar, die unter der Leitung von Josef Reithner slowenisches und alpenländisches Liedgut im Dialekt mit Humor und gefühlvoll das volksmusikalische Element im Trachtengewand einbrachten. Reithners Chor erhielt mit seinem Solopart für „Dås Radl dar Zeit“ eigenen anhaltenden Beifall.

 Isarsingkreis, die Kärntner Boarischen

Der Kammerchor „a cappella!“ Zorneding unter der Leitung von Eckhard Meißner entführte die die Zuhörer musikalisch nach Mittel- und Südamerika. Der Chor ist bekannt für die Dichtigkeit und Harmonie der Stimmen. In „en los surcos del amor“ besang das 15stimmige Ensemble die Gräben der Liebe“ und zeigte seine besondere Qualität im feinen pianissimo.

Kammerchor a cappella! Zorneding

Mit E-Piano unterstützt blieb der neue „Surprise of Voices“ aus Kirchseeon auch unter der jetzigen Leitung von Philipp Weiß seinem Vortragsprinzip treu. Das hat natürlich auch Vorteile, weil im Vortrag das Liedgut eigentlich nicht absacken kann und eigene dynamische Effekte möglich sind. Wirkte das eröffnende und bekannte „Amazing Grace“ wie ein warming up, so schuf Philipp Weiß mit seinem mitnehmenden Dirigat des „Going up Younder“ (Walter Hawkins) einen Stimmungshöhepunkt.

Surprise of Voices, Kirchseeon

Auf dem nun erreichten Stimmungslevel hielt der Männerchor Markt Kirchseeon das Publikum. Die vom Chorleiter Michael Riedel ausgewählten Lieder förderten Sehnsüchte im Kontrast zum Wetter des Tages. Da taten Lieder wie „Veronika, der Lenz ist da“ oder „Wochenend‘ und Sonnenschein“ der Seele gut. Die Bestätigung lieferten sie abschließend mit „Mir geht’s gut“, arrangiert von Stephan Hadulla.

Männerchor Markt Kirchseeon

Gespannt war das Publikum auf den für den Abschluss vorgesehenen Beitrag des neuen Verbandsmitglieds, dem „Ensemble di Capello“ aus Haar mit ihrem Leiter Andreas Obermayer. Es ist das jüngste Ensemble mit Zukunft, schon wegen der guten altermäßigen Durchmischung und der erkennbaren Qualität und Homogenität der Einzelstimmen. Mit „The Shower“ (Edgar Elgar) lieferten sie im passenden Outfit ihren Beitrag zum Wetter. „Im Luci serene a chiare“ zeigten sie die anspruchsvolle Kompositionsvielfalt des indessen 76jährigen Amerikaners mit dänischen Wurzeln Morten Lauritsen.

Ensemble di Capello, Haar

Es war keine Zugabe, aber ein Abschlusslied sollte sein, auch wenn die Bühne für ein Gemeinschaftslied mit sechs Chören das nicht hergab. Mit „Kein schöner Land“ im Arrangement des großartigen Allgäuer Komponisten Wolfram Buchenberg zog das Ensemble das begeisterte Publikum noch einmal in seinen Bann. „Musik ist die Sprache der Leidenschaft“, mit den Worten Richard Wagners kann dieser von Verbandschorleiter Oliver Grieshammer organisierte Chorabend nicht besser beschrieben werden.

© Text und Fotos: Wilfried Gillmeister (jwg)

Drucken E-Mail