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Musikalischer „Sommer-Cocktail“ - Singen ist schön!

Das Format ist stimmig, stößt aber mit steigender Beliebtheit an Grenzen

Vaterstetten – „Singen ist schön!“ Wer dazu eines Beweises bedurft hätte, hat sich diesen beim „Sommer-Cocktail“ des Chorverbands Region Münchener Osten holen können, der sich nicht nur wegen seines Angebots an qualifizierter Weiterbildung großer Beliebtheit erfreut. Wieder sind drei Chöre hinzugekommen. Mit nun 22 Chören im Verbandsgebiet zwischen Wasserburg und dem östlichen Landkreis München ist die Bestätigung attraktiver Verbandsaktivitäten erbracht.

Fünf dieser Chöre trafen sich nun im Festsaal des Vaterstettener Seniorenwohnparks. Mit dem Sänger- und Orchesterverein Ebersberg (Leitung Ursula Roth), dem Chor- und Orchesterverein Glonn (Leitung Hans Peljak), dem Isarsingkreis, die Kärntner Boarischen aus Haar (Leitung Joseph Reithner) der Schola St. Martin-Zorneding (Leitung Amina Fliszar) und dem ausrichtenden Ensemble NiceTry aus Vaterstetten unter der Leitung von Catherine Grieshammer.

NiceTry a cappella

Das inhaltliche Spektrum war wieder höchst vielseitig. Von der romantischen, über alpenländische bis zur populären Unterhaltungs-Musikliteratur hatten die fünf Chöre mit 29 Titeln für 150 Minuten dem Publikum beste Kurzweil geboten.
Die Gastgeber eröffneten den Abend mit gefühlvollen wie auch schmissigen Liedern aus dem Arrangement-Repertoire von Carsten Gerlitz. Das in der jetzigen Besetzung auftretende Sextett hat gleich zum Beginn eine erwartungsvolle Qualitätsmarke gesetzt. NiceTry besteht aus Mitgliedern des Chores Rondo Vocale und wird bei anhaltender Kontinuität einen erfolgreichen Weg gehen können.

Die Auswahl der Musik war den Chören überlassen und so wurde der Abend ein gewünscht bunter Mix. Viel zu selten hört man die Schola St. Martin. Mit dem amerikanischen Volkslied „Shenandoah“ war das relativ kleine Ensemble wieder eine Bereicherung des Sommerkonzerts des Verbands.

Schola St. Martin

Gespannt wartete man auf den ersten öffentlichen Auftritt der Ebersberger Sängerinnen nach dem musikalischen Führungswechsel auf Ursula Roth. Was Vorgängerin Maria Rose (begleitete am Klavier) eingeleitet hatte, setzte die neue Leiterin konsequent fort. Noten beim Auftritt sind nicht mehr der Standard und so wirkt der Chor viel freier und bringt Freude am Singen bestens herüber. Zur reinsten Gaudi entwickelte sich der Vortrag „Ich bin die fesche Lola“. In seiner sonst eher zurückhaltenden Freude ließ sich sogar Verbandsvorstand Eckhard Meißner zu einem „Hut ab!“ verleiten.

Sänger- und Orchesterverein Ebersberg

In sich thematisch stimmig war die romantische Programmwahl (Schumann, Brahms, Wagner) des Glonner Chores im ersten Teil, eine Rarität war geboten mit "Aquella Boca" des Cubaners Eusebio Delfin (Arr. E.Silva).
Ein Gewinn ist auch der im Vorjahr hinzugekommene Isarsingkreis aus Haar. Er beherrscht es, „grad und a bisserl schräg“ daherzukommen, wie auch feinstimmig „Is scho still um an See“ in andere Stimmungsfarben zu wechseln.

Chor- und Orchesterverein Glonn

 

Isarsingkreis, die Kärntner Boarischen

Verbands-Chorleiter Oliver Grieshammer holte sich das Lob von Publikum und Teilnehmer-Chören für ein gelungenes Musik-Sommerfest ab. Das Format des Konzerts ist stimmig. Doch weist er daraufhin, dass mit dem Wachstum des Verbandsgebiets zukünftig vielleicht eine Rotation der Teilnehmerchöre erforderlich werden könnte, um den Rahmen der Konzertlänge nicht zu sprengen. Was diesmal alle teilnehmenden Chöre beim gemeinsamen Foto auf der Bühne nicht davon abhalten konnte, in ein gemeinsames „Singen ist schön“ einzustimmen.

Alle Chöre

Text: © Wilfried Gillmeister (jwg) / Fotos: © Dr. Eckhard Meißner

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